Reisebericht "Life-Tree in Laos Teil 2"

Reisebericht Laos Teil 2

Bolaven-Plateau

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Nach unserer Allrad-Tour im Norden und einem kurzen Zwischenstopp in der Hauptstadt Vientane zu Massage und einer übergroßen Portion Dumplings, nahmen wir uns einen Schlafbus (nicht besonders empfehlenswert) und fuhren über Nacht in den Süden von Laos nach Pakse.Die Landschaft wurde hier im Süden deutlich flacher und auch die Temperaturen gingen deutlich nach oben. Auch die zivilisatorischen Strukturen waren in Pakse mehr auf Touristen ausgelegt und man spürte die Nähe zu Thailand im Westen und Vietnam im Osten. Dennoch kam nirgends irgendeine Art von Hektik oder Stress auf und es wurde auch hier ein entspanntes und zurückgelehntes (laid back!) Leben geführt.

Unser Ziel war neben dem fantastischen Markt, auf dem wir uns vor Abreise noch mit einem Lebensvorrat an geröstetem Chilipulver eindecken sollten, das Bolaven-Plateau – eine fruchtbare Hochebene im Osten der Stadt, die bekannt ist für ihren Kaffee und traumhafte Wasserfälle und welche man am besten mit einem mehrtägigen Rollertrip erkunden kann. Mit mehr oder weniger Gepäck und 2 frischen Kilos Maracuja bewaffnet starteten wir also unsere Rundreise als die 3 Moped-Easy-Rider von der komischen Gestalt.

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Um einen Haken hinter „Geschichte undKultur“ zu machen,   starteten wir dabei mit einem kurzen Abstecher zum alten Khmer-Tempel Vat Phou, bevor wir sehr spannend mit 2 motorisierten  Biertischgarnituren über den Mekong übersetzten.

 

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Dabei muss man sagen, dass sich die Straßenverhältnisse als überraschend gut herausstellten (von einer Neubaustrecke auf dem Weg zum Knotenpunkt des Plateaus abgesehen) und es wirklich großen Spaß machte abwechselnd cruisend die Landschaft zu genießen um dann wieder waghalsige Überholmanöver zu starten oder vom auch hier beheimateten Hilux in den Staub getreten zu werden.

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Die Highlights der Tour waren dann tatsächlich die teils malerischen Wasserfälle, welche mal nach Wanderung oder einfach direkt mit Roller erreichbar und meistens mit mal mehr mal  weniger touristischen Angeboten und Unterkünften versehen waren. Oft gab es Möglichkeiten zu schwimmen und da der Laote freiheitsliebend ist, war auch alles gut zugänglich und frei erkundbar ohne die bei uns üblichen Gitter, Zäune und Schilder - zumindest sobald man sich seine Zugangsberechtigung in Form kleiner Papierschnipsel für Parkplatz und Eintritt besorgt hatte. Übernachtet haben wir sehr abwechslungsreich – einmal in Zelt und Hängematte, einmal im schäbigsten alten Bungalow und  einmal auch im high-end Bungalow mit Wasserfallausblick. Gelegentlich gab es tatsächlich guten  Kaffee und wir besuchten auch einen Kaffeebauern inklusive kleiner Führung – unser erster Kaffee war allerdings ein Nescafe aus der Tüte, serviert im Zentrum des laotischen Kaffeeanbaus. Alles in allem kann man  die Runde nur empfehlen, vor allem wenn man sich die Zeit nimmt, die etwas längere  Runde zu fahren, und den touristischen Teil nur kurz anzuschneiden!

 

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4000 Islands

Nachdem wir zurück in Pakse angekommen waren und uns erneut mit frischen Maracuja und anderem Obst eingedeckt hatten, waren wir bereit für das letzte Drittel unserer Reise durch Laos. Dazu ging es per Minibus und Longtail-Boot weiter an die Südspitze des Landes. Hier an der Grenze zu Kambodscha wird der Mekong zu einer Landschaft aus Inseln und Wasserfällen – genannt 4000 Islands. Wir haben uns dazu 2 Bungalows auf der Südhälfte der Insel Don Det ausgesucht und unser Plan war ganz klar für die letzten Tage hauptsächlich nichts zu tun außer zu essen, zu lesen und unter dem Einfluss von ... von der Hängematte aus den Mekong beim Fließen zu betrachten.Da wie auf der gesamten Reise das Wetter auf unserer Seite war, konnten wir diese Zielsetzung locker erreichen.

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Ein wenig haben wir die beiden Inseln und die Wasserfälle die für uns zugänglich waren mit Fahrrädern erkundet, und auch an einen der südlichsten Punkte des Landes mit Blick nach Kambodscha haben wir uns zu einem Eiskaffee gewagt. Dazu kam noch eine Longtail-Tour mit Sonnenuntergang und Bad im Mekong. Alles in allem waren die Inseln ein perfekter Abschluss und sehr entspannend und auch sättigend. Da die Gegend doch eine Ecke ab vom Schuss ist, könnte sich das Flair auch noch eine Zeit lang halten, bevor es zu einer Art Koh Tao Laos´ verkommt.

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Der Rückweg nach Deutschland war dann wie für Asienreisen üblich eine Kombination verschiedenster Verkehrsmittel, das Auffüllen der Backpacks mit Chili, Textilien und Macheten sowie den letzten Massagen in Bangkok.

Alles in allem waren wir von der Reise sehr angetan und können Laos nur weiterempfehlen! Da Laos im Gegensatz zu Thailand in großen Teilen noch weit weniger touristisch erschlossen ist, fühlt man sich weit mehr als Reisender und ist auch noch mehr auf Eigeninitiative angewiesen – was die Reise einfach auch spannender und unvorhergesehener gemacht hat. Auch die Suppenküchen und Märkte der Einheimischen sind immer für Überraschungen und leckere Abwechslung gut. Wer dazu sprachlich lernbegierig wie unser Mitreisender Max ist, kommt schon nach kurzer Zeit gut klar, falls er nicht gerade zwingend Sonderwünsche bei der täglichen Suppe anbringen möchte….

Damit endet der Reisebericht, ich hoffe es war interessant!

 

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