Achtsames Kleiden

Achtsames Kleiden

Ihr Lieben. Gerade beschäftigen mich ein paar Themen, die sich wohl unter einem Begriff
zusammenfassen lassen können: Achtsamkeit.
Achtsamkeit ist dabei für mich keine Technik, die man in einem Wochenendkurs monetär
erwerben kann. Vielmehr bedeutet es für mich, ein nicht bewertendes Beobachten des
Körpers und Geistes und In-Sich-Hören im Jetzt aufzubauen. Dabei lebt jeder von uns im
ganz eigenen Zusammenhang. Das macht es so komplex und interessant für mich, ein
paar Gedanken dazu zu teilen.

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Kleidung als Kommunikation

Wir sind fast 24 Stunden am Tag bekleidet. mit unserer Kleidung senden wir Botschaften
an andere und andere beurteilen wir unterbewusst zuerst an ihren Äußerlichkeiten.
Somit dient Kleidung als Orientierungssystem und als nonverbale Kommunikation. Mit
Orientierungssystem meine ich dabei die innere Auseinandersetzung damit, was als
richtig/falsch, als gut/schlecht, als un-/angemessen gilt.

Was zieh ich (bloß) an?

Bestimmt kennen viele diese Frage und haben sie sich schon selbst gestellt. Abhängig
von Anlässen wird die Frage was zieh ich an? oft eingebettet in andere
Orientierungssysteme. Die Trendfarbe der Saison oder der neueste Schnitt mögen für
die / den ein,e oder andere,n als wichtig erscheinen. Bei Stichwörtern wie Familienessen
oder Bewerbungsgespräch kommen einem,-r mentale Bilder, was als angemessen gilt
und was nicht. Wir bekennen uns durch die Wahl unserer Anziehsachen und grenzen uns
gleichzeitig ab.

Achtsames Kleiden bedeutet für mich Selbstschätzung.

Das Lieblingskleid kann einen so unglaublichen Einfluss auf mich persönlich haben! In
manchen emotionalen Momenten meines Lebens verbinde ich Gefühle ganz direkt mit der
„passenden“ Kleidung. Kleidung schafft es, oder ich schaffe es durch Kleidung, dieses
eine Lebensgefühl äußerlich und innerlich zu verkörpern. Dabei hängt achtsame
Kleidung für mich nicht nur mit Selbstschätzung zusammen, sondern auch mit
körperlicher, geistiger Haltung und Bildung. Es ist eine alltägliche Form, sich selbst zu
verwöhnen und hat Einfluss darauf, wie ich mich bewege.

Achte mal drauf!

Marie Kondo, eine Lifestyle-beraterin unserer Zeit, hilft Menschen dabei, ihr Zuhause und Leben
aufzuräumen und zu ordnen. Eine Technik hat mir dabei besonders gut gefallen und deswegen
will ich sie hier mit Euch teilen. Nimm dazu jedes einzelne Kleidungsstück, das Du besitzt, in
Deine Hände und halte es vor Deinen Oberkörper. Höre und spüre in Dich und frage Dich selbst,
welches Gefühl Dir dieses Kleidungsstück gibt. Kondo rät dazu, nur Kleidungsstücke zu
besitzen, die eine-m/-r ein positives Gefühl geben. Abseits von Arbeitskostümierungen stimme ich
ihr da voll und ganz zu.

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Quellen:
Frank Berzbach: Formbewusstsein: Eine kleine Vernetzung der alltäglichen Dinge, 2016.
Marie Kondo: The Life-Changing Magic of Tidying Up: The Japanese Art of Decluttering and
Organizing, 2011.
Netflix Series: Tidying Up with Marie Kondo, 2019.

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